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«Der Baum – ein Symbol für Kraft, Stärke und Grösse

«Der Baum – ein Symbol für Kraft, Stärke und Grösse

Zwei St. Galler Kunstschaffende haben sich intensiv Gedanken zum Thema Baum gemacht und diesen Gestalt gegeben. Entstanden ist ein kleines Büchlein mit siebzehn Bildern und siebzehn Gedichten. Alexandra Oestvold löst das auf malerisch-technische Art, Fred Kurer mit sprachlichen Mitteln.

«Stark wie ein Baum», die bekannte Redewendung weist symbolisch auf das Kraftspenden des Baumes hin. Ein wunderbares Gefühl, einen Baum zu berühren, ihn zu umarmen und liebe Worte in seine Rinde zu schnitzen. Das und noch viel mehr mögen den beiden Autoren beim Verfassen des Büchleins «Der Baum»  durch den Kopf gegangen sein.

«Bäume ziehen uns an, bewusst oder unbewusst. Wahrscheinlich deswegen, weil wir ahnen, dass sie uns überleben werden, dass sie weiterhin stehen, wenn unsere Spuren bereits wieder Vergangenheit sind. Sie können  stille Zeugen unserer Emotionen  sein», sagt Martin Preisser im Vorwort des Büchleins. «Auch Künstlerinnen und Künstler vertrauen Bäumen ihre Emotionen an, mit Mitteln, die sie mit anderen teilen können, mit Bildern, mit Worten», fügt er weiter an. Bäume sind für Fred Kurer irdische Begleiter und beseelte Wesen. Siebzehn Gedichte hat er für das Büchlein verfasst, in denen er seinen eigenen Baum, einen Apfelbaum, den er vor siebzehn Jahren zur Geburt seines ersten Enkels pflanzte, lyrisch umkreist.

Anders ist es bei Alexandra Oestvold, denn ihr Baum ist fiktiv. Sie hat ihn sich malerisch erschaffen. «Für mich ist der Baum das Symbol der Kraft. Er ist der Inbegriff von Eigenständigkeit, Macht und Stärke, das grösste Lebewesen, einzigartig wie der Mensch. Seit langem befasse ich mich mit ihm. Bei der Wiedergabe habe ich mit Siebdruck und Mischtechnik gearbeitet. Heutzutage ist die Siebdruck-Technik weit fortgeschritten und so für mich neu entdeckt. Seit zwei Jahren steht das Thema Baum bei mir im Mittelpunkt, daraus ist nun eine Serie von etwa 25 Exemplaren entstanden. Für das Büchlein haben wir siebzehn ausgewählt», erzählt Alexandra Oestvold. Bäume geben Kraft und dieser Kraft spürt die Künstlerin deutlich nach. Mit dem immer gleichen Ausgangsgeäst, das der Serie als Grundgerüst dient, gibt es etwas, woran man sich erst einmal sicher halten kann. Tages- und Jahreszeiten, eigene Emotionen, für diese vielfältigen Schattierungen findet Alexandra Oestvold  zwischen den Ästen und rund herum eine stimmige Farbigkeit. Diese malerische Baum-Welt hält einprägsame, geheimnisvolle Momente bereit. Und, dass diese Botschaft der Bäume bei ihrem Publikum ankommt, das wünscht sich die Künstlerin.

Alexandra Oestvold, mit Studium der Eisenbahntechnologie in Bukarest, befasst sich seit 1983, seit sie in St. Gallen lebt, mit bildnerischem Gestalten. Unter der Leitung renommierter Kunstschaffender erwarb sie  sich verschiedene Maltechniken. An der Schule für Gestaltung absolvierte sie eine dreijährige Ausbildung (FFRF -Farbe-Raum). Im Sommer 1999 übernahm sie die Galerie Werkart an der Teufenerstrasse in St. Gallen

Fred Kurer, in St. Gallen geboren, studierte in Zürich, Wien und London. Der Journalist war Leiter der Kellerbühne 1967 – 1974, Lehrer für Deutsch und Theater bis 1988. Autor von zahlreichen Gedichts-Bänden, Theaterstücken, Bühnenprogrammen. Kurzum: ein bekannter St. Galler Kunst- und Kulturschaffender.

Bild Alexandra Oestvold: Alexandra Oestvold beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Baum.

«Der Baum» ist im Verlag Ivo Ledergerber St. Gallen erschienen
Herausgeberin: Alexandra Oestvold, erreichbar unter 079 690 90 59

One thought on “«Der Baum – ein Symbol für Kraft, Stärke und Grösse

  1. Alexandra Oestvold

    Liebe Elke, liebe Redaktion

    Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels “der Baum” von Elke Baliarda.

    Bei Dir Elke bedanke mich ganz herzlich für den schönen Artikel über unser Büchlein.

    mit lieben Grüssen
    alexandra


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