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Das Museum Rietberg präsentiert: «NASCA  PERU- Auf Spurensuche in der Wüste»

Das Museum Rietberg präsentiert: «NASCA PERU- Auf Spurensuche in der Wüste»

Im Museum Rietberg in Zürich ist vor kurzem die wohl umfangreichste Ausstellung, die es je in Europa über die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende  Nasca Kultur gab,  eröffnet worden. Die Ausstellung entführt die Besucher in den Süden des Andenstaates, wo die Nasca-Kultur (ca. 200 vor bis 660 nach Christi Geburt) ihre Blütezeit erlebte. Im Wüstenboden des südlichen Perus hinterliessen die Nasca eines der grössten Archäologie-Rätsel, das noch immer auf seine Entschlüsselung wartet: Es handelt sich um die riesigen Bodenzeichnungen, auch Nasca-Linien genannt.

Neuste archäologische Untersuchungen sprechen von einer faszinierenden, untergegangenen Gesellschaft, geprägt von Ritualen, Kunst, Musik und dem Leben in einer der extremsten Klimaregionen unseres Planeten. In der Ausstellung sind rätselhafte Gefässmalereien, Goldmasken, Musikinstrumente und farbenprächtige Textilien zu sehen. Alle Exponate kommen aus öffentlichen oder privaten peruanischen Sammlungen. Viele von ihnen wurden bislang noch nie dem internationalen Publikum gezeigt.

Breite  Zusammenarbeit

Die Ausstellung resultiert aus einer Zusammenarbeit  zwischen dem Museo de Arte de Lima (MALI) und dem Museum Rietberg in  Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, sowie unter Beteiligung der bedeutendsten Nasca-Archäologinnen und Archäologen weltweit. Unterstützt wird die Ausstellung von der Schweizerisch-Liechtensteinischen  Stiftung für archäologische Forschungen im Ausland (SLSA), der Kommission für Archäologie Aussereuropäischer Kulturen (KAAK, Bonn) des Deutschen Archäologischen Institutes (DA) und der AVINA-Stiftung. «NASCA PERU – ­Auf Spurensuche in der Wüste» wird kuratiert von Cecilia Pardo (Museo de Arte de Lima) und Peter Fux (Museum Rietberg), der als Archäologe selbst in Peru an Ausgrabungen im Nasca-Gebiet teilgenommen hat.

Umfangreich illustriert

Rund 200 Exponate erzählen spannende Geschichten über den Alltag der Menschen, die in fruchtbaren Tälern zwischen den Hochanden im Osten und einer dem Pazifik vorgelagerten Wüste lebten. Hier auf einem der trockensten Flecken unseres Planeten, legten sie ihre weltberühmten Bodenzeichnungen an, die sogenannten Geoglyphen. Faszinierend ist auch die ungeheuer farbenfrohe Bildsprache der Nasca-Menschen, die wir heute auf Keramikarbeiten und Textilwaren bestaunen können.  Prächtige Textilien, zahlreiche Musikinstrumente, wertvolle Beigaben für Nasca-Gräber, inklusive Goldmasken, farbenfrohe und rätselhafte Keramikgefässmalereien, warten auf die Besucher. Die Ausstellungsstücke stammen ausschliesslich aus peruanischen Sammlungen und Museen, etliche davon direkt aus archäologischen Ausgrabungen

Nasca – ein Abenteuer

Für Archäologinnen und Archäologen und für die Besucher der Ausstellung ist die Nasca-Kultur ein besonderes Abenteuer. Seit der Einwanderung des Menschen in Amerika – sie fand wahrscheinlich zwischen 18’000 und 14’000 v.Chr. statt, als bei der Beringstrasse wegen des tiefen Meeresspiegel eine Landbrücke bestand, (das Wasser war während der Eiszeit in den Gletschern gebunden) – entwickelten sich in Amerika Kulturen, die mit den eurasischen Kulturen nicht in Verbindung standen. Die Nasca-Kultur ist dabei ganz besonders spannend. Man hinterliess keine Schrift, dafür eine unendlich reichhaltige Bildsprache auf Textilien, Keramiken und im Wüstenboden. Die Nasca entwickelten eine höchst komplexe Kultur, mit uns fremdartig erscheinenden Ritualen und einem Kunstschaffen, das zum Hochwertigsten in der Weltarchäologie gehört. Es gibt wohl keine prähispanische Kultur, die farbenprächtigere Keramiken und Textilien überlieferte. Die Keramikobjekte und Textilien des Nasca zählen weltweit zu den kunstvollsten.

Die Ausstellung zeigt die Wüstenlandschaften, anhand von Projektionen auf grosse, reliefartige Geländemodelle. Die Geoglyphen wurden für die Ausstellung mit Drohnen aufgenommen. Dabei sind neue, beeindruckende Aufnahmen entstanden. Anhand von 3D-Brillen, können die Besucher die Landschaft überfliegen. Sie sehen die Geoglyphen, wie sie vielleicht zu jenen Zeiten ein Nasca-Priester vor seinen Augen sah.

Foto Rietberg Museum

Öffnungszeiten:
Museum und Café: Di – So, 10 bis 17 Uhr, Mi 10 bis 20 Uhr
Anreise:
Tram 7 Richtung Wollishofen bis Haltestelle Museum Rietbeg (vier Haltestellen vom Paradeplatz), keine Parkplätze, Behindertenparkplatz vorhanden

www.rietberg.ch

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