Kostenloser Taschenalarm und Jahreswechsel mit viel Polizei

Kostenloser Taschenalarm und Jahreswechsel mit viel Polizei

Man erinnere sich an die letzte Silvesternacht, als in Köln und Zürich Frauen massiv sexuell belästigt wurden. Die Wiener Polizei reagiert nun mit ungewöhnlichen Mitteln darauf. Alle Frauen erhalten kostenlos einen Taschenalarm. In europäischen Städten sieht man rot. Und auch in der Schweiz werden überall die Sicherheitsdispositive erhöht. Auf einen frohen und friedlichen Jahresübergang!

Um Szenen, wie jene vom letzten Silvester zu verhindern, hat die österreichische Regierung eine ungewöhnliche Aktion geplant. Rund 6000 Taschenalarme werden in der Wiener Innenstadt bei der traditionellen Neujahrsfeier an Frauen verteilt. Gleichzeitig wird aber auch die Alarmbereitschaft erhöht. Dies hat wiederum mit dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt kurz vor Weihnachten zu tun.

Wo Tausende Menschen zusammenkommen, um zu feiern, ist meist der Alkohol nicht weit. Und dieser setzt ja bekannterweise die Schamgrenze herunter. In Köln wird das diesjährige Polizeiaufgebot um ein Zehnfaches erhöht. Berlin und fast sämtliche grösseren Städte im ganzen europäischen Raum folgen diesem Beispiel.

Doch auch in den Schweizer Städten wird aufgerüstet. «Wir werden viel mehr Polizeikräfte als bei den vergangenen Jahreswechseln im Einsatz haben», lässt beispielsweise die Stadtpolizei Zürich verlauten. Auch andere Polizeikorps stocken auf. Die Kapo St. Gallen will die «Feierlichkeiten» mit zusätzlichen Patrouillen begleiten, die Schaffhauser Polizei verrät nicht, was sie plant – tut dies aber auf jeden Fall. In Winterthur will man ebenfalls reagieren. Und in Bern sei man laut Kapo-Sprecher Christoph Gnägi «auf das Thema sensibilisiert». Bei grösseren Anlässen seien die Dispositive sowieso immer erhöht.

Bild: Blumen und Protestbriefe nach den Silvestervorkommnissen in Köln.

Sicher ist sicherer! Doch eigentlich ist es sehr traurig, dass Menschen offenbar nicht mehr einfach feiern können, und dass es Hunderte Polizisten braucht, um zum Beispiel auch einen friedlichen Jahresübergang zu gewährleisten. Die Klügeren treffen sich darum schon lieber im kleineren Kreis. Nur darf dies nicht die Antwort auf die Taten einiger Terroristen und Gestörter sein. Lassen wir uns darum das Feiern nicht verhindern und freuen wir uns auf ein gutes und friedlicheres neues Jahr!

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