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Lesbentagung 2018 – “Die Liebe ist langmütig und gütig und sie hört niemals auf…”

Lesbentagung 2018 – “Die Liebe ist langmütig und gütig und sie hört niemals auf…”

Verstossen, beschimpft, schräg angesehen und ausgegrenzt… Die Liste der Ungerechtigkeiten, die eine homosexuelle Person, oder ein gleichgeschlechtliches Paar ertragen muss, ist lang. Doch was tut der Mensch nicht alles, um mit jenem Menschen sein Leben zu teilen, den er/sie nun einmal liebt? Tagungen, wie jene im Lindenbühl in Trogen, lassen durchatmen – wenigstens für einige Zeit.

Wir schreiben das Jahr 2018 und noch immer gibt es Vorurteile gegenüber homosexuellen Menschen. Trudi Gobbi – Organisatorin der Lesbentagung im Lindenbühl in Trogen – erklärt, wie ihre Hoffnungen, dass es eine Lesbentagung vielleicht bald nicht mehr braucht, immer wieder enttäuscht werden.

Die Welt sei halt alles andere als perfekt, so Gobbi. Während mehrerer Tage treffen sich jedes Jahr lesbische Frauen aus der ganzen Deutschschweiz, tauschen sich aus, besuchen Workshops und Lesungen, diskutieren und lassen für einmal auch ganz einfach die Seelen baumeln. In Trogen war dies nicht anders, eignet sich die Region doch ausgezeichnet dazu, um den Rest und den Mist auf der Welt hinter sich zu lassen, zu geniessen und gestärkt in den Alltag zurückzukehren.

Solche Tagungen seien wichtig, sagt die mittlerweile 76-jährige Frau. „Hier können Frauen ganz einfach sich selbst sein, müssen sich nicht verstellen oder Angst haben, dass ihre sexuelle Orientierung ans Licht kommen kann.“ Wer kennt nicht die Geschichten von verstossenen Familienmitgliedern, nur weil sie gleichgeschlechtliche Partner/-innen lieben? Lehrpersonen wagen es nicht, zu ihren Gefühlen zu stehen, oder homosexuelle Vorgesetzte haben Angst, ihre Karriere zu gefährden, . „An der Lesbentagung müssen die Frauen für einmal nicht unsichtbar sein“, so Gobbi.

Schon beim ersten Essen gehe es meist wie in einem Bienenstock zu und her. Doch in den zwanzig Jahren, seit es die Lesbentagungen bereits gibt, kennen sich viele der Teilnehmerinnen sowieso. Rund 60 Personen nehmen in der Regel teil – und schnell ist alles ausgebucht. „Das Programm war wohl vielen zu körperlastig in diesem Jahr“, vermutet Gobbi. Deshalb hätten sich wohl nur  knapp die Hälfte der normal teilnehmenden Frauen angemeldet. Kamen das Singen, Basteln und der Besuch bei der Kräuterfrau einfach besser an, als das in diesem Jahr angebotenen Hatha und Yin Yoga, die Medidationen, Qi Gong, Pilates, oder das Schneeschuhwandern im Appenzellerland?

Mit der Disco mit Djane Olivia, einem Workshop mit der Germanistin und Lesbenforscherin Madeleine Marti und Diskussionen und Lesungen zum Thema, war jedenfalls ein gutes Gleichgewicht organisiert „Es stiess  auch auf guten Anklang“, sagt Gobbi, doch für nächstes Jahr denke man dennoch über ein weniger körperlastiges Programm nach. Die nächste Lesbentagung findet übrigens nächsten Februar am Herzberg, ganz in der Nähe von Aarau, statt.  Und dazwischen sind ebenfalls zahlreiche weitere spannende Treffmöglichkeiten geplant. Es lohnt sich, immer mal wieder in die Webseite hineinzuschauen.

Bild: Plakat der Lesbentagung im Lindenbühl in Trogen

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Wir können niemanden zwingen, uns gut zu finden. Die Liebe aber ist persönlich und geht niemanden Aussenstehenden etwas an. Liebe ist der eigentliche Sinn des Lebens. Liebe ist gut und immer richtig – und zwar in jeder nur möglichen Form. Auch die Bibel erzählt uns an Dutzenden Stellen davon, zum Beispiel in 1. Korinther 13, dem “Hohelied der Liebe”

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