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Neue Männer braucht unsere Welt – die liebenswürdigen, menschlichen Peter Pans!

Neue Männer braucht unsere Welt – die liebenswürdigen, menschlichen Peter Pans!

Gestehen wir uns, dass uns nichts an einem Mann so stört, wie wenn er ständig einen auf Macho macht. Heute sind die Geschlechter oft damit beschäftigt, sich zu erneuern. Mann und natürlich Frau besuchen Fortbildungen über Dieses und Jenes, was das Zusammenleben der Menschen verbessern soll. Wer die Gesellschaft aber auf ganz unkomplizierte Weise zu etwas Besserem formt, sind die Peter Pans. Sie sind liebenswürdig und empathisch – und sie denken ganz und gar gleichgestellt. 

Sind wir eigentlich noch zu retten? Dabei stelle ich die Frage übrigens Frau und Mann. Heute sind die Geschlechter ständig damit beschäftigt, sich zu modifizieren. Sie diskutieren vermeintliche Probleme in endlosen Runden, gleichen sich scheinbar einander an, oder nehmen sich dies zumindest vor. Die Erwachsenen beider Geschlechter bilden aber dennoch weiterhin ein Grüppchen, während das Gros genug von Gender-Themen hat. Dabei brauchten wir die Peter Pans.

Für die junge Generation ist Gender kaum ein Gedanke wert. Sie verhalten sich von Natur aus gleichgestellt, hängen mit Jungs und Mädchen ab, wann und wo es ihnen passt – und sie scheren sich keinen Deut darum, wenn ihre Follower, Friends oder BFFs aus der Norm tanzen – einer Norm, die von uns „alten Grufties“ abstammt. Junge sind die Generation Internet, die Generation Pansexuell, die Generation, die mit Homosexuellen im gleichen Raum schlafen will, ohne sich in irgendeiner Weise bedroht davon zu fühlen. Sie tragen Unisex-Wear, Kleidung von Vetements und halten nichts vom ganzen „Gender-Scheiss“. Und doch, sie leben ihn.

Männer, die noch immer auf Machos machen, sind längst passé. Sie trösten sich höchstens damit, dass die aktuell noch „regierende“ Gesellschaft für eine geraume Zeit weiterhin in Schubladen denkt und diese auch fortwährend auffüllt, im Sinne der alten Norm. Männer, die niemals ein Kind gewickelt haben, die nie für die Familie kochen, keinen Putzlappen in die Hand nehmen würden und nicht wissen, wie ein Bügeleisen funktioniert, haben ganz einfach das Label „Mann“ nicht verdient.

Wer denkt, er sei „ein Mann“, aufgrund der Tatsache, dass er einen anderen Mann Homo, Weichei oder Schwuchtel nennen und auf diesen herunterblicken will, hat die Zeichen der NEUEN ZEIT noch nicht erkannt. „Echte Männer“ raten ihren Frauen nicht, sich weniger weiblich oder sexy zu kleiden, damit kein Geschlechtsgenosse ihre Rocklänge und Signale falsch versteht. Sie manspreaden, mansplainen und weinsteinen nicht und erzählen nicht zweideutige Witze, die im Grunde genommen eindeutig sind. Der „alten Sorte Mann“ fehlt es schlicht an humanistischem Denken.

Womöglich tragen wirklich die vielen alleinerziehenden Mütter eine gewisse Verantwortung dafür. Man(n) beobachtet seit Jahren, dass die meisten jungen Männer immer sanfter werden, freier denken, zwar an Sozialkompetenz und Teamgeist zulegen, doch jede Form von besonders männlichen Attributen nicht verstehen? Klagen die Militär- und die Wirtschaftsköpfe nicht längst darüber, dass die jungen Männer immer weniger belastbar seien, im Ernstfall nicht überleben könnten und sprechen sie ihnen nicht schlicht ihre Männlichkeit ab?

Viele Jungs haben wir schon an die vermeintliche „Männlichkeit“ verloren, weil wir sie nicht so zart haben wollten, wie sie es doch eigentlich sind. Wie viele Chauvinisten werden noch erzogen, um sich später daran zu stören? All die Van Goghs, die Kafkas, die Empathischen – vielleicht sind sie an der Welt zerbrochen, doch im besten Fall bahnen sie den Weg zu einer besseren Menschheit an. Wir müssen sie schützen, unsere Peter Pans. Wünschen wir uns nicht alle eine gleichgestelltere und l(i)ebenswertere Welt?

Bild Pinterest: Jeremy Sumpter ist der Inbegriff eines Peter Pans

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