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Teilzeitarbeit ist für die Work-Life-Balance gut

Teilzeitarbeit ist für die Work-Life-Balance gut

Laut dem Bundesamt für Statistik arbeiten 6 von 10 erwerbstätigen Frauen teilzeitlich. Allzu rosig sind die Aussichten bei einer Teilzeitarbeit nicht, denn sie bringt viel mehr ungesicherte Arbeitsverhältnisse, schlechtere soziale Absicherungen (z.B. bei der Pensionskasse) und geringere Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen.

Trotzdem ist vielen Frauen nach Abschluss der Ausbildung klar, dass sie «höchstens» 80 Prozent in den Beruf einstiegen möchten. Glücklicherweise sind 80-Prozent-Stellen häufig ausgeschrieben und damit gut zu finden.

Falls Überzeugungsarbeit aber nötig ist, hier eine Liste von Teilzeitkarriere.ch  mit Argumenten, die die Chefin oder den Chef überzeugen werden.

  • Teilzeitmitarbeitende sind motivierter
  • Sie sind ausgeglichener und sorgen für ein angenehmeres Betriebsklima und weniger Betriebsunfälle
  • Es gibt weniger krankheitsbedingte Ausfälle
  • Die Fluktuation ist geringer
  • Das Ausführen einer Teilzeitarbeit sorgt für eine höhere Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt
  • Teilzeiterwerbstätige weisen eine höhere Produktivität auf im Vergleich zu Vollzeiterwerbstätigen
  • Das Unternehmen steigert seine Effizienz durch flexible Formen der Arbeitsorganisation
  • Durch die ausserberuflich erworbenen Schlüsselkompetenzen ist dank Teilzeitmitarbeitenden mehr Know-How vorhanden

Wer kann da also noch Nein dazu sagen?

Es gehört natürlich etwas Glück dazu, nicht auf 100 Prozent Lohn angewiesen zu sein, und zum andern eine/n Arbeitgeber/in zu haben, die/der Teilzeitstellen unterstützt. Laut der Boston Consulting Group hat die Schweiz in diesem Bereich nämlich einen grossen Aufholbedarf. Sie schreibt in der Studie Steinzeit Teilzeit: «Unsere Teilzeitmodelle sind verstaubt oder inexistent und Frauen wie Männer leiden unter den starren Rastern unserer Unternehmen und den Vorstellungen der Nachbarn und Arbeitskollegen.» In mangelndem Enthusiasmus der Unternehmen sowie in Präsenz- und Anwesenheitskultur anstelle von Offenheit für flexible Arbeitszeiten sieht der Bericht die Hauptprobleme. Diese machen eine Teilzeitarbeit schwierig oder gar unmöglich.

Einer der Gründe ist oft, noch Platz für ein zweites Jöbli zu lassen. Die Migros-Medien-Redaktorin, Melanie Michael, meint dazu: «Ich backe seit bald zwei Jahren mit dem Start Up The Tiny Factory Bio-Granola in Zürich. Eine schönere Abwechslung kann ich mir kaum vorstellen. Währendem ich in meinem Job bei den Migros-Medien grösstenteils am Computer arbeite, verlangt mir der Job in der Backstube körperlich richtig was ab. Wir hacken, mischen, hantieren mit dem riesigen Ofen und füllen das Granola zuletzt von Hand in kleine Päckli – alles Handgriffe, die exakt sitzen müssen und viel Kraft kosten. Doch der Wechsel zwischen Büro und Backstube motiviert mich und macht mich glücklich. Ich habe das Gefühl, dass ich dank meinem Nebenjöbli stressige Situationen im Büro lockerer angehen kann, denn es gilt wie auch in der Backstube (siehe Bild): Mit Geduld und Sorgfalt wird das beste und knusprigste Resultat erzielt.»

Quelle: Migros Magazin

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